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SWR Fernsehen Programmhinweise und -änderungen von Donnerstag, 16.11.17 (Woche 46) bis Mittwoch, 27.12.17 (Woche 52)

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Baden-Baden (ots) – Donnerstag, 16. November 2017 (Woche 46)/14.11.2017

22.45 Kunscht! Kultur im Südwesten Moderation: Denis Scheck

   - "Brüder" - ein SWR Zweiteiler erzählt vom Irrweg eines jungen       Deutschen als potentieller IS-Terrorist: "Kunscht!" war bei den       Dreharbeiten in Marokko dabei. 
   - "100 Jahre Lebensglück" - Karsten Thormaehlen hat 100-Jährige       porträtiert für einen Bildband und eine Ausstellung in Albstadt:      "Kunscht!" war bei einem Fotoshooting dabei! 
   - Wiedereröffnung Moderne Galerie - mit wegweisender Architektur       und hochkarätigen Bildern zählt Saarbrücken zu den Top-Adressen. 
   - Auf zu neuen Ufern - mit "Dusk" verabschiedet sich Tanzchefin       Nanine Linning aus Heidelberg: "Kunscht!" war bei der       Generalprobe und erinnert an ihr Gesamtwerk. 
   - "Hartz IV-Möbel" - bei einem Workshop im Vitra Design Museum       konnte jeder seinen eigenen Stuhl bauen. 

Freitag, 17. November 2017 (Woche 46)/14.11.2017

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Gegen meinen Willen – von Übergriffen und sexueller Gewalt

Es ist der Alptraum jeder Frau auf dem abendlichen Heimweg: Der Täter schleicht sich aus dem Hinterhalt an und packt zu. Was dann kommt, brennt sich unauslöschlich ins Gedächtnis und ist der Beginn eines lebenslangen Leidensweges. Kaum ein Verbrechen hinterlässt in der Seele so tiefe Spuren wie eine Vergewaltigung. Es ist ein Vergehen, für das sich die Opfer nicht selten mehr schämen als die Täter, viele scheuen aus Angst die Anzeige bei der Polizei. So ergeht es auch Frauen, die durch KO-Tropfen betäubt und ihren Opfern willen- und wehrlos ausgeliefert sind. Glaubwürdigkeit – die zentrale Frage für Richter und Sachverständige. So kommt es auch immer wieder vor, dass Männer bewusst falsch beschuldigt werden. Die Folge sind unschuldig verbrachte Jahre im Gefängnis, ein ruinierter Ruf und ein zerstörtes Leben für die Männer. Vor Gericht heißt es oft: Aussage gegen Aussage. Wer ist Täter, wer Opfer?

Nicht jeder sexuelle Übergriff endet in einer brutalen Vergewaltigung. Grapschen, ein Griff an den Hintern oder anstößige Bemerkungen – eine längst überfällige Debatte über sexuelle Belästigung in unserer Gesellschaft hat aktuell der Skandal um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein angestoßen. Im Nachtcafé wird ausgesprochen, worüber lange ein Mantel des Schweigens gelegt wurde. Opfer und falsch Beschuldigte berichten von ihrem Leben danach. Es geht um die Schwierigkeit der Beweispflicht und um die Frage: Wo hört ein nett gemeintes Kompliment auf und wo fängt sexuelle Belästigung an?

Warum so viele Frauen schweigen, wenn sie einen sexuellen Übergriff erleben, kann SAT1-Moderatorin Marlene Lufen gut nachvollziehen. Sie war 19 und Gelegenheits-Model, als der Vorfall passierte. Den Täter hat sie damals aus Scham und Angst vor Vorverurteilung nicht angezeigt: „Während Opfer von anderen Gewalttaten oft großes Mitgefühl bekommen, werden Vergewaltigungsopfer fast immer in Zweifel gezogen.“

Welche furchtbaren Konsequenzen ein falscher Verdacht haben kann, musste Norbert Kuß erfahren. Sexueller Missbrauch an seiner Pflegetochter war der Vorwurf, der den Beamten für zwei Jahre unschuldig hinter Gitter brachte und sein Leben zerstörte: „Diese Haft kann man nie wieder gut machen. Ich leide bis heute.“ Drei Versuche einer Wiederaufnahme des Verfahrens scheiterten. Nur glücklichen Umständen hat er seinen Freispruch zu verdanken.

Julie Göschl erlebte den Alptraum einer jeden Mutter. Ihre damals 15-jährige Tochter war gerade auf dem Schulweg, als sie von einem maskierten, bewaffneten Mann überfallen wurde. Ein Anwohner hörte die Schreie und konnte den Täter festhalten. Wie sich herausstellte, saß dieser bereits wegen Vergewaltigung im Gefängnis und wurde vorzeitig entlassen. Nun gab es erneut ein Urteil, das die Mutter fassungslos macht: „Sicherungsverwahrung wäre angemessen gewesen. Ich bin überzeugt, dass er wieder rückfällig wird.“

„Männlichkeit ist in unserer Gesellschaft nach wie vor sehr stark mit Gewalt, Machtspielen und feindseliger Abwertung von Frauen verknüpft“, stellt Prof. Dr. Rolf Pohl fest. Als Geschlechterforscher hat er sich in zahlreichen Studien mit männlicher Sexualität beschäftigt und ist überzeugt, dass Sexismus in Deutschland nach wie vor tief verankert ist. Die größte Gefahr der sexuellen Übergriffe finde aber im familiären Umfeld statt und nicht an öffentlichen Plätzen, so der Sozialpsychologe.

Die aktuelle Sexismusdebatte hält Humanbiologin Dr. Barbara Schweder für aufgebauscht und übertrieben. Ihre langjährige Erfahrung an der Uni habe ihr gezeigt, dass Frauen nicht per se die Unschuldslämmer seien, sondern sehr oft auch ganz bewusst ihre Reize für den beruflichen Aufstieg einsetzten. Die Analyse der Kulturanthropologin: „Das männliche Balzen ist ein archaisches Relikt aus der Urzeit, das seit Jahrtausenden Bestand hat.“

Samstag, 18. November 2017 (Woche 47)/14.11.2017

Nachgelieferten Untertitel für RP beachten!

18.05 RP: Die SWR-Reportage

Hunsrück küsst Eifel Nervenkitzel am Hochmoselübergang

Sonntag, 10. Dezember 2017 (Woche 50)/14.11.2017

Tagestipp

16.00 Weihnachtsmarkt Stuttgart

Moderation: Sonja Schrecklein und Markus Brock

Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt gilt nicht nur als einer der größten, sondern auch als einer der schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Das SWR Fernsehen sendet live aus der festlich geschmückten Budenstadt. Die SWR Moderatoren Sonja Faber-Schrecklein und Markus Brock präsentieren Geschichten und Musik rund um den Advent, stellen das Angebot der Weihnachtsmarktstände vor und zeigen ausgefallene Ideen für Weihnachtsgeschenke. Mit dabei ist YouTube-Star Sally Özcan, die mit ihren kreativen Backrezepten ein Millionenpublikum im Internet begeistert. Bärbel Stolz alias Prenzlschwäbin wirft einen komödiantischen Blick auf den Advent. Volkskundeexperte Werner Mezger beleuchtet heimische Weihnachtstraditionen und beantwortet Zuschauerfragen zum Christkind, zum Weihnachtsmarkt und Co. Musikalische Gäste sind Isabel Varell, Marc Marshall, die Hymnus-Chorknaben aus Stuttgart sowie der Pop-Chor Stuttgart.

Sonntag, 17. Dezember 2017 (Woche 51)/14.11.2017

Geänderten Titel beachten!

15.15 Alexandra im Weihnachtsland – Festliche Streifzüge durch den Südwesten Moderation: Alexandra Gondorf

Klassisch-festlich, familiär-gediegen oder locker-lässig? Wie feiert man im Südwesten das Fest der Feste? SWR Moderatorin Alexandra Gondorf reist durch das Sendegebiet des SWR und entdeckt Weihnachtsgeschichten zwischen Bernkastel-Kues an der Mosel und Missen im Allgäu.

Die junge Mutter Alexandra Gondorf beschäftigt sich mit der Frage, wie sie mit ihrer kleinen Familie am besten Weihnachten feiert. Sollte sie ihr Haus mit 100.000 Lichtern à la Disneyland dekorieren wie der in Friedrichshafen lebende Thomas Bittelmeyer, oder sollte sie es lieber edel und festlich schmücken?

Weihnachten im Südwesten ist bunt und vielfältig. In Rheinland-Pfalz ist Alexandra Gondorf mit dem singenden Weihnachtsmann Stefan Persch unterwegs, der von Berufs wegen zum Rentierzüchter wurde. In Bernkasel-Kues findet jedes Jahr das traditionelle Fackelschwimmen mit Nikoläusen statt. Auf der Schwäbischen Alb wird der Weihnachtsstollen zur Reifung in einer Wasserhöhle gelagert. In Oberschwaben treffen sich die Menschen in der so genannten Hohstube, um sich weihnachtliche Geschichten zu erzählen. In Oberstadion wurde das bekannte Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“ geschrieben. Die kleine Gemeinde besitzt auch eines der größten und schönsten Krippenmuseen Deutschlands. In Missen im Allgäu treffen sich etwa fünfzig Nikoläuse aus mehreren europäischen Ländern zu einem Umzug und einem feierlichen Gottesdienst. Und auf der Isnyer Schlossweihnacht bestärkt das Engelefliegen vor allem die Kinder in ihrem Glauben.

Am dritten Advent präsentiert SWR Moderatorin Alexandra Gondorf spannende, ungewöhnliche und unterhaltsame Geschichten zum Fest. Ihre Reise ist eine vergnügliche und besinnliche Einstimmung auf die Feiertage.

Mittwoch, 27. Dezember 2017 (Woche 52)/14.11.2017

Tagestipp

20.15 Lecker aufs Land – ein kulinarischer Ausflug Folge 3/4

In der dritten Folge sind die fünf Frauen aus der Sommerstaffel mit der Spitzenköchin Léa Linster unterwegs in der Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg. Die unterirdischen Festungsgänge der Stadt sind erster Anlaufpunkt der Besichtigungstour. Vom Untergrund geht es auf die „Corniche“, einer Strasse, die sich auf den Wällen aus dem 17. Jahrhundert entlang zieht und von der man einen fantastischen Ausblick auf die historische Altstadt und das neue Luxemburg mit seinem gläsernen Finanztürmen und dem Europa-Viertel hat. Danach geht es in das Restaurant der Köchin. Sie zeigt Maren Bornheimer-Schwalbach, Jutta Kurz, Annette Aller, Magdalena Zelder und der neu hinzugestoßenen Schwarzwälderin Margarete Schwär Tipps und Kniffe der Gourmetküche. So weiht sie sie in das Geheimnis ein, wie Püree, extra fein passiert, und Lachs, in warmem Öl gezogen, zu kulinarischen Highlights werden. Der Abend klingt mit Kalbfleisch-Pasteten und Crêpe Suzette à la Léa aus.

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel 07221/929-22285, [email protected]

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell



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