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618 Quadratmeter je Einwohner für Siedlung und Verkehr

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Wiesbaden (ots) – Jeder Einwohner in Deutschland beansprucht rechnerisch 618 Quadratmeter Siedlungs- und Verkehrsfläche. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, betrug der Umfang der Siedlungs- und Verkehrsfläche zum Stichtag 31. Dezember 2016 in Deutschland insgesamt 50 799 Quadratkilometer, das waren 14 % der gesamten Bodenfläche.

Bei der Siedlungsfläche (32 770 Quadratkilometer) entfällt der größte Anteil mit 42 % auf die Wohnbaufläche, gefolgt von Flächen für Industrie und Gewerbe (18 %). Rund 15 % der Flächen dienen Sport, Freizeit und Erholung. Die Flächen für Verkehr (18 029 Quadratkilometer) umfassen ganz überwiegend Flächen für Straßen und Wege.

Die Fläche für Siedlung und Verkehr nimmt je Einwohner erwartungsgemäß mit steigender Bevölkerungsdichte je Gemeinde ab: Während eine Gemeinde unter 2 000 Einwohner im Durchschnitt 1 545 Quadratmeter je Einwohner „verbraucht“, sind es bei Gemeinden zwischen 50 000 und 100 000 Einwohner lediglich 419 Quadratmeter und bei Städten über 500 000 Einwohner 219 Quadratmeter.

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche hat in den Jahren 2013 bis 2016 täglich um 61,5 Hektar zugenommen. Dabei ist die Siedlungs- und Verkehrsfläche nicht gleichzusetzen mit „versiegelter Fläche“, da die Siedlungs- und Verkehrsfläche auch unbebaute und nicht versiegelte Flächen umfasst wie zum Beispiel Flächen für Sport, Freizeit und Erholung.

Die Gesamtfläche von Deutschland beträgt rund 357 580 Quadratkilometer. Den größten Anteil nimmt die Fläche für Vegetation (83 %) ein. Diese setzt sich im Wesentlichen aus Flächen für Landwirtschaft und Wald zusammen. Die Flächen für Landwirtschaft umfassen 51 % und für Wald 30 % an der gesamten Bodenfläche. Gut 2 % der Fläche sind mit Gewässern bedeckt.

Die Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung wertet erstmals zum Stichtag 31.12.2016 das Amtliche Liegenschaftskataster-Informationssystem ALKIS(r) aus, das von den Vermessungs- und Katasterverwaltungen der Länder geführt wird. Bis zum Stichtag 31.12.2015 wurde das Automatisierte Liegenschaftsbuch (ALB) als Quelle herangezogen. Mit der Umstellung der Datengrundlage für die Auswertung kommt ein neuer Nutzungsartenkatalog zur Anwendung, so dass Vergleiche mit den Vorjahren nur noch sehr eingeschränkt möglich sind.

Die vollständige Pressemitteilung mit Tabellen sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

 Weitere Auskünfte gibt: Peter Gurrath,  Telefon: +49 (0) 611 / 75 86 20 www.destatis.de/kontakt 

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