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N24-Emnid-Umfrage zur SPD: / Nicht mal ein Drittel der Deutschen hält Schulz für guten SPD-Chef / Mehrheit findet Forderung nach Bürgerversicherung und Rückkehr in Vollzeit gut, Familiennachzug nicht

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Berlin (ots) – Die SPD sortiert sich auf ihrem Parteitag neu und streitet über die Rolle ihres Vorsitzenden Martin Schulz. Aber wie finden die Wähler den SPD-Chef? Wer könnte den Job besser machen? Und wie vernünftig sind die SPD-Bedingungen für eine Neuauflage der Großen Koalition?

In einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage bewerten nur 31 Prozent der Befragten Martin Schulz als eher guten SPD-Chef. 45 Prozent finden, er sei ein eher schlechter Parteivorsitzender.

Bei den SPD-Wählern ergibt sich ein anderes Bild: Dort finden 60 Prozent “ihren” Parteichef Martin Schulz eher gut, nur 29 Prozent der sozialdemokratischen Anhänger finden ihn schlecht.

Insgesamt meinen 32 Prozent der Deutschen, Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel wäre der derzeit am besten geeignete SPD-Vorsitzende. Martin Schulz folgt auf dem zweiten Platz mit 22 Prozent Zustimmung, vor Olaf Scholz (14 Prozent) und Andrea Nahles (9 Prozent).

Die Forderungen, die die SPD für das Zustandekommen einer Koalition mit CDU/CSU ausgerufen hat, halten die Deutschen für vernünftig – abgesehen vom Familiennachzug. 69 Prozent der Befragten finden das angestrebte Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit gut. 55 Prozent der Deutschen sind für eine Bürgerversicherung. Den Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus halten allerdings nur 32 Prozent der Deutschen für gut, bei den SPD-Wählern ist die Zustimmung zu dieser Forderung mit 35 Prozent kaum größer.

Das SPD-Zustimmungsprozedere zur GroKo finden 49 Prozent der Deutschen grundsätzlich gut, weil sie es für basisdemokratisch halten. Aber es gibt auch Kritik an der Legitimierung der Großen Koalition durch Parteitag, Parteikonvent und schließlich eine Mitgliederbefragung. 33 Prozent der Bürger dauert das zu lange, 29 Prozent finden das Prozedere schlecht, weil am Ende nur SPD-Mitglieder über die GroKo abstimmen dürfen. 23 Prozent befürchten, die SPD-Führung werde durch die Zwischenlegitimierungen in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeengt.

Frei zur Verwendung bei Nennung der Quelle N24/Emnid.

Feldzeit: 7.12.2017  Befragte: ca. 1.000 

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